Dienstag, 8. März 2011

S 21




Nach dem millionenefachen Mord am eigenen Volk vor 30 Jahren sollen in Kambodscha endlich einige Schergen des Diktators Pol Pot vor Gericht gestellt werden.Erst 2007 haben sich Richter eines internationalen Tribunals zur Aufarbeitung der Verbrechen der Roten Khmer auf eine Prozessordnung geeinigt. Ministerpraesident Hun Sen befuerchtet, dass eine Verurteilung der Taeter zu einem Wiederaufflammen des Buergerkrieges fuehren koennte.Und die politische Elite hat weitere Gruende sich gegen das Menschenrechtsverfahren zu straeuben: Etliche Mitglieder gehoerten einst selbst den Roten Khmer an. Darunter auch der Regierungschef selbst, der 1977 die Seiten wechselte.
Obwohl viele Kambodschaner bis heute von Albtraeumen geplagt werden, ruft kaum jemand im Land offen nach Vergeltung.
Zu den wenigen mutigen Kambodschanern, die das Voelkerrechtstribunal gut heissen, gehoert der Filmemacher Rithy Panh. Der 42 -jaehrige , dessen Eltern dem Terror Pol Pots zum Opfer fielen, haelt das Erinnern an die Graeuel jener Zeit fuer unerlaesslich.
Fuer seinen Film "S-21: Die Todesmaschine der Roten Khmer" brachte Panh einige der Todesschergen dazu zweien ihren Opfern von damals gegenueberzutreten.
Zweienvon nur fuenf Menschen unter 16000, die das Lager ueberlebten.

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Wo war die DDR? welch Voelkerrecht?- in dieser Zeit..gemeinsam mit der "Volksrepublik Kambodscha" oder der "Volksrepublik Vietnam"- die Ihrerseits den weltgroessten Minenteppich in Kambodscha legte - bzw. von Kambodschanern zwangsweise legen lies...
...in dieser Zeit lernte ich die ruhmreichen Taten von "Timur und seinem Trupp"oder musste lernen "Mischka kannst du Polka tanzen".... eiweih....au weiha....
ich war Jungpionier! beschaehmende Erkenntnisse.....Erinnerungen....


und jetzt noch: Aufarbeitung ?! Bringt das Sondertribunal Gerechtigkeit? Denn der zwischen der Kambodschanischen Regierung und der UNO gefundene Kompromiss enthaelt etliche Punkte, die das Verfahren zur Farce geraten lassen koennten: z.B. stellen einheimische Juristen, deren Unabhaengigkeit bezweifelt wird, die Mehrheit der Richter. Auch duerfen nur hochrangige Fuehrer angeklagt werden- insgesamt nicht mehr als 10 Personen. Mehrere dieser einstigen Befehlshaber leben unbehelligt im Gebiet der Stadt Pailin. Die meisten sind ueber 80 Jahre alt. Wahrscheinlich ist also, dass niemand fuer die Massenmorde buessen muss.














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